Instagram Tutorial: Alles was man über Instagram wissen muss!

Instagram tutorialMit über 300 Millionen Mitglieder ist Instagram eine Plattform um die man heute im Online Marketing kaum noch herum kommt. Tatsächlich ist gerade in Deutschland der Dienst aber immer noch nicht richtig angekommen. Ein Grund mag vor allem darin liegen, dass die Mischung aus Microblog und Bilderbuch nicht jedem behagt und auch nicht jeder versteht. Mit dem nachfolgenden Instagram Tutorial sollen zum einen die grundlegenden Züge des Online-Dienstes erklärt und zum anderen auch die Feinheiten angesprochen werden, wenn es um die Optimierung des eigenen Instagram-Auftritts geht.

Bevor es loslegt: Was man über Instagram wissen sollte

In Instagram dreht sich eigentlich alles um Bilder. Wer keine Bilder hat und auch keine Bilder machen kann, der ist auf Instagram falsch aufgehoben.

Zielgruppe

Wie bei allen Plattformen sollte man sich erst einmal anschauen, ob die gewünschte Zielgruppe überhaupt in Instagram vertreten ist. Meine bisherige Erfahrung mit Instagram, die sich auf weitgehendst mit Studien deckenist: Die Nutzer sind vor allem sehr jung und eher mehr weiblich als männlich. Bekannt ist mir z.B. eine Studie von GlobalWebIndex aus dem Jahr 2014, nach dem in diesem Jahr im dritten Quartal die Gruppe der 16- bis 24-jährigen Instagram-Nutzer mit 37 Prozent am größten war. Anbei auch noch eine Infografik von Instagram, die die Altersverteilung für das Jahr 2015 noch mal schön deutlich zeigt:

Infografik: Instagram, die Küken-Community | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
Interessant ist Instagram also vor allem dann, wenn die Zielgruppe sehr jung und technologisch aufgeschlossen ist. Gerade in der Kommunikation ergeben sich damit ganz spezielle Ansätze, die es zu beachten gilt, um auf Instagram erfolgreich zu sein.

Ziele

Welche Ziele verfolge ich überhaupt mit meiner Instagram-Präsenz? Diese Frage sollte schon vor dem Beginn beantwortet werden. Am besten greift man dafür auf das SMART-Prinzip zurück, in dem man die Ziele so formuliert, dass sie:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Anspruchsvoll
  • Realistisch
  • Terminiert

sind. Man sollte also zum einen mal festlegen, was überhaupt erreicht werden soll. Dieses soll natürlich auch messbar sein, damit man weiß ob man erfolgreich oder nicht erfolgreich war. Ein gewisser Anspruch gehört natürlich auch dazu, schließlich will man ja auch etwas erreichen. Allerdings sollte man bei der Zielformulierung nicht übertreiben, die Ziele müssen weiterhin realistisch erreichbar sein. Zu guter Letzt sollte man sich darüber hinaus einen zeitlichen Rahmen setzen, bis wann das jeweilige Ziel erreicht sein sollte.

Beispiel:
Um die Markenbekanntheit in der jungen Zielgruppe zu erhöhen soll ein Instagram-Account eröffnet werden, der innerhalb von drei Monaten mindestens 100 Follower besitzen soll.

App statt Browser

Kann man soziale Netwerke wie Facebook oder Google+ bequem über den Webbrowser bedienen, wurde Instagram einzig und allein für die Instagram-App konzipiert. Zwar kann man Instagram inzwischen auch über den Browser öffnen, dort das eigene Profil ändern und auch andere Bilder liken und kommentieren. Eigene Bilder aber hochladen kann man offiziell nur über die Instagram-App. Das ist insofern nervig, wenn man die Bilder am Computer erstellt oder bearbeitet und diese dann immer erst auf das Smartphone oder Tablet verschieben muss, um es von dort aus hochladen zu können.

Tipp: Wer nicht immer sein Smartphone oder Tablet an den Computer anschließen möchte, kann den Bildertausch auch über externe Programme, z.B. Dropbox, organisieren.

Instagram im Einsatz

Hashtags und was es zu beachten gibt

Hashtags sind neben den Bildern wahrscheinlich die wichtigsten Elemente von Instagram. Hashtags erlauben es nämlich, dass eure Bilder auch gefunden werden können. Ein Hashtag ist ein Wort, das mit einem # anfängt, also beispielsweise: #hashtag. Wenn man einen Hashtag eingibt, sieht man immer gleich, wie viele andere Bilder mit diesem Tag schon versehen sind. Diese Anzahl spiegelt oft auch die Popularität des Themas wieder, sodass man sich hier schnell mehr Likes erhoffen kann, da viele nach diesem Hashtag suchen. Allerdings bedeuten populäre Hashtags auch, dass das eigene Bild schnell von anderen fremden Bildern von der Auflistung der aktuellen Beiträge verdrängt wird. Es macht deshalb definitiv Sinn, auch Hashtags zu verwenden, zu denen noch nicht so viele Bilder veröffentlicht wurden, da man so auch über die Zeit weiter vorne bei den aktuellen Bildern des entsprechenden Hashtags steht und so gefunden werden kann.

Die Länge sowie die Groß- und Kleinschreibung von Hashtags ist egal, allerdings dürfen sie keine Sonderzeichen (wie §, $, %, &) und vor allem keine Leerzeichen beinhalten. Möchte man zeigen, dass Wörter in einem Hashtag getrennt sein sollen, dann kann man zwischen diese einen Unterstrich einfügen (#ein_hashtag). Generell lohnt es sich aber auch hier wieder zu schauen, welche Schreibweise am populärsten ist.

Die maximale Anzahl an Hashtags in einer Bildbeschreibung ist limitiert (maximal können 30 Tags pro Beitrag vergeben werden). Ohnehin sollte man darauf achten, nicht zu viele Hashtags für die Beschreibung zu nutzen, da dies auch den Lesefluss stört.

Tipp: Wer weitere Hashtags dem Bild hinzufügen möchte, der kann diese einfach in einen eigenen Kommentar aufnehmen und diesen unter das Bild veröffentlichen.

Instagram Tipps

Nachfolgend findet man einige Instagram Tipps, die nach und nach mit meiner eigenen Erfahrung weiter ergänzt werden. Solltet ihr selbst noch Tipps und Tricks rund um Instagram haben, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen, sodass ich diese Tipps und Tricks hier auch aufnehmen kann.

Mehr Likes

Nachfolgend erhält man einiges Tipps, wie man mehr Likes auf die eigenen Bilder bekommt.

Erst geben, dann nehmen

Wer erwartet, ohne jegliches zutun Likes auf die eigene Bilder zu erhalten, der wird eines besseren belehrt. Gerade am Anfang, wenn man noch keine oder noch sehr wenige Follower hat, muss man selbst in Instagram sehr aktiv sein. Das bedeutet, dass man selbst aktiv Bilder liken sollte, am besten Bilder von der eigenen Zielgruppe. Dafür sollte man, falls möglich, täglich die aus eigener Sicht relevanten Hashtags besuchen und die entsprechende Bilder liken, falls sie denn einen gefallen. Man merkt dann auch schon, welche Bilder besonders gemocht werden und mit welchen weiteren Hashtasgs diese auch versehen werden. Diese Beobachtungen können dann beim Veröffentlichen der eigenen Bilder Gold wert sein.

Populäre Hashtags nutzen

Es nutzt nichts, wenn man zwar Hashtags benutzt, keiner danach aber sucht. Deshalb sollte man auf jeden Fall auch immer Hashtags benutzen, die populär sind. Um solche Hashtags zu finden, sollte man verschiedene Wörter rund um das Thema zu dem man gefunden werden will in die Suche eingeben und schauen, wie viele andere Bilder dazu schon veröffentlicht wurden. Auch kann man bei ähnlichen veröffentlichten Bilder schauen, welche Hashtags dort noch benutzt werden. Zu guter Letzt gibt es auch einige Internetseite, auf denen die beliebtesten Hashtags aufgeführt werden. Einer dieser Seiten ist beispielsweise: http://tagsforlikes.com/

Aktuelle Trends und Ereignisse ausnutzen

Wer aktuelle Trends oder Ereignisse clever ausnutzt, dem sind Likes sicher. Schwer ist dabei die aktuell gültigen Hashtags zu finden, da diese meist nur für eine kurze Zeit gültig sind. Beispielsweise es spielt gerade Bayern München gegen Borussia Dortmund in der Bundesliga gegeneinander und es passiert gerade etwas auf dem Feld, zu dem man ein Bild posten möchte. Da wird der Tag „#fcbbvb“ nur für das Spiel und evtl. noch für kurze Zeit danach Gültigkeit haben, danach wird keiner mehr danach suchen. Man muss diese Tags aufspüren und anschließend mit einem kreativen Bild diese kurzfristige erhöhte Aufmerksamkeit ausnutzen.

Rechtschreibfehler in Hashtags nutzen

Bei Google war es mal eine lange Zeit unter SEOs beliebt gezielt Seiten auf häufige Rechtschreibfehler zu optimieren. Mit wenige Konkurrenz kam man so auf einen recht ansehnlichen Besucherstrom, denn bestimmte Rechtschreibfehler werden immer wieder gemacht, z.B. Standart statt Standard oder Sylvester (das ist übrigens der glücklose Kater) statt Silvester. Spätestens seit Google aber die Suggest-Vorschläge und die Auto-Korrektur „Meinten Sie vielleicht …“ eingeführt hat, ist dieser Besucherstrom doch merklich abgeflaut. Bei Instagram kann man sich diese Herangehensweise immer noch zu Nutze machen, denn zwar gibt es auch hier eine Auto-Vervollständigung, schaut man darauf aber nicht und gibt einfach seinen Hashtag mit dem Rechtschreibfehler ein, weist Instagram nicht auf die richtige Form hin. Je nach Rechtschreibfehler kann man so zu einigen Besuchern kommen, ohne dass das eigene Bild schnell wieder durch andere Bilder verdrängt wird. Neben dem Begriff mit dem Rechtschreibfehler, sollte aber auch immer der Begriff in der korrekten Schreibweise als Hashtag mit eingefügt werden.

Mehr Follower

Neben Likes sind vor allem Follower die „Währung“ in Instagram und zeigen, wie erfolgreich man auf dieser Plattform ist. Wie man den ein oder anderen neuen Follower gewinnen kann, das erfährt man nachfolgend.

Häufige Fragen und Antworten

Nachfolgend findest du einige oft gestellte Fragen rund um Instagram zusammen mit meinen Antworten.

Warum werden bei bestimmten Hashtag-Seitennicht die neusten Beiträge gezeigt?

Leider kommt es immer wieder vor, dass man nach bestimmten Hashtags sucht und auf den Hashtag-Seiten dann nur die beliebtesten Beiträge am Anfang erscheinen und darunter die aktuellen Beiträge fehlen. Instagram blendet die aktuellen Beiträge für bestimmte Hashtags aus, wenn Inhalte die Instagram-Richtlinien verletzen. Instagram versucht mit diesem doch sehr radikalen Schritt zu verhindern, dass unangemessene Bilder der Community angezeigt werden. Solch eine Sperrung der aktuellen Beiträge kann durchaus ein paar Tage dauern. In dieser Zeit sollte man auf andere Hashtags umsteigen. Es ist also durchaus empfehlenswert, vor der Veröffentlichung von eigenen Bildern erst einmal zu überprüfen, ob die aktuellen Beiträge bei den verwendeten Hashtags momentan überhaupt angezeigt werden.

Kann man in Instagram nach mehreren Hashtags suchen?

Nein, das ist aktuell in Instagram nicht möglich. Allerdings gibt es bestimmte Suchseiten im Internet, wie beispielsweise http://www.mixagram.com/, wo man die jeweiligen Tags eingeben kann und man dann entsprechende Bilder angezeigt bekommt. Klickt man auf das Bild wird man zur Instagram-Seite weitergeleitet und kann dann dort ganz normal das Bild liken oder kommentieren.

Wie kann man einfach alle Bilder des eigenen Instagram-Accounts sichern?

Backups sind immer gut, sodass es durchaus empfehlenswert ist, in regelmäßigen Abständen alle Bilder des eigenen Instagram Accounts zu sichern, insbesondere dann, wenn diese ohnehin nicht mehr auf dem eigenen Computer zu finden sind. Auch wenn man den eigenen Instagram Account löschen möchte, bietet sich eine Sicherung der Bilder an. Dies muss glücklicherweise nicht manuell gemacht werden, sondern man kann auf Online-Tools zurückgreifen, die diese Backup-Arbeit übernehmen. Ein solches Online-Tool ist Instaport das man als Online-Dienst direkt im Browser bedienen kann. Man muss sich dafür lediglich mit dem eigenen Instagram-Account verbinden und kann anschließend mit wenigen Klicks alle Instagram-Bilder des Profils als Zip-Datei herunterladen.

Mehrere Accounts auf einem Gerät verwalten

Eine lange Zeit musste man als Betreiber von mehreren Instagram-Profilen sich jedes mal mühsam aus und wieder einloggen, wenn man das Profil wechseln wollte. Dies geht inzwischen zum Glück um einiges einfacher. Dafür muss man lediglich einmal in den Optionen der Instagram-App auf „Konto hinzufügen“ (ganz unten) gehen und sich dort mit dem zweiten Instagram-Profil anmelden. Schon kann man mit nur einem Klick auf den ganz rechten unteren Button (gedrückt halten) zwischen den verschiedenen Profilen wechseln, ohne sich ständig umloggen zu müssen. Insgesamt kann man so nun bis zu 5 Profile über ein Gerät verwalten. Mehr dazu findet man auch im Instagram Help Center.

Glossar

Abschließend werden nun noch Begriffe samt Erläuterung aufgelistet, über die man immer mal wieder in Instagram stolpern könnte und die nicht selbsterklärend sind.

Shoutout

Shoutouts gibt es nicht nur bei Instagram, sondern auch beispielsweise bei Twitter oder YouTube. Die Bedeutung ist dabei sehr einfach. Bei einem Shoutout geht es im Grunde um nichts anderes als um Werbung für einen Channel durch einen anderen Channelbetreiber, um mehr Follower zu bekommen. Bei Instagram kann ein Shoutout beispielsweise so aussehen: Person A hat schöne Bilder aber wenige Follower, deswegen bietet sie Person B an, die schon einen sehr erfolgreichen Channel mit vielen Followern betreibt, ein Bild von sich zu benutzen. Die Bedingung ist allerdings, dass Person B, wenn sie das Bild von Person A nutzt, in der Bildbeschreibung darauf hinweist, dass das Bild von Person A stammt und man bei ihr vorbeischauen und am besten ihr auch folgen soll. So profitieren beide Seiten von einem Shoutout. Person A bekommt in bestem Fall mehr Follower oder zumindestens mal eine gesteigerte Aufmerksamkeit und Person B ein schönes Bild, das in den eigenen Channel passt. Oft pushen sich auch schon größere Channels gegenseitig durch Shoutouts um so noch erfolgreicher zu werden oder wenn ein Channelbetreiber einen neuen Channel benutzt kann er durch einen Shoutout seine bisherige Follower auf den neuen Channel hinweisen.

Abkürzungen

Nachfolgend findet man gebräuchliche Instagram Abkürzungen, sowie ihre Bedeutung:

  • lfl: like for like – Die Person verspricht zurück zu liken, wenn man ein Bild von ihr likt
  • flf: follow for follow – Die Person verspricht zurückzufolgen, wenn man ihr folgt
  • sfs: shoutout for shoutout – Die Person verspricht einen Shoutout, wenn man für sie ein Shoutout macht

Interessante Links

Nachfolgend findest du weitere interessante Links rund um das Thema Instagram.

Kommentare

  1. Jasmin meint:

    Natürlich muss man keine Bilder posten !!!!!! Aber man ist dann nichf falsch aufgehoben da man sich die Bilder von Promis bzw. Anderen Leute anschaut!!!!
    Das ist doch nicht schlimm! !!!!!!!!

  2. peterhaas13 meint:

    wie kommt mein name an die erste od 2. stelle und bleibt dann dort und weitere tausend sind dahinter ungenannt ?

  3. WebWorker meint:

    Wie meinst du das? Verstehe leider nicht genau, auf was du hinaus willst.

    Beste Grüße
    Christian

  4. Margit meint:

    Kann man fesstellen woher oder aus welchem Land die Followrs ungefähr kommen?
    LG Margit

  5. WebWorker meint:

    Hi Margit,

    also über Instagram direkt geht das glaube ich nicht, aber diverse externe Tool-Anbieter haben so etwas integriert.

    Beste Grüße
    Christian

  6. Über die Superzoom Funktion verfüge ich nicht, auch werden mir nur insgesamt 5 Face Filter angezeigt. Die Helloween Filter standen auch nicht zur Verfügung.
    Ich nutze ein iPhone 6s.
    Updates wurden ausgeführt, die App sogar zwischenzeitlich neu installiert, aber neue Funktionen stehen nicht zur Verfügung. Woran kann es liegen? Danke für eure Unterstützung. Lg Lou

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