Meine Meinung: PBN ja, aber richtig!

In der letzten Zeit hat Simon von RankBoost immer mal wieder auf sich aufmerksam gemacht. So gewann er beim XoviLichter-Contest einen Smart, hatte bei der Nischenseiten-Challenge von selbstaendig-im-netz.de mit Abstand die höchsten Einnahmen am Ende und erst vor einigen Tagen gewann er den nächsten SEO-Contest, am Ende hieß es für seine Seite Platz 1 beim Suchwort „RaketenSEO“. Simon macht überhaupt kein Geheimnis um diesen Erfolg und zeigt offen, wie er die Top-Rankings in nur so kurzer Zeit zustande bekommen hat. Er setzt voll auf sogenannte PBNs, die Abkürzung für Private Blog Netzwerke. Die Methode dahinter ist nicht wirklich neu und war auch schon unter der Bezeichnung „Satelliten Netzwerke“ bekannt. Um Simons Vorgehen noch einmal kurz zusammenzufassen: Er snappt sich einige Expired Domains, die bestimmte Kriterien besitzen, schreibt drauf einen oder mehrere Beiträge und verlinkt von diesen neuen Projekten auf den alten Domains, die immer noch gute Backlinks haben, auf sein eigentliches Projekt, das ranken soll.

Der Aufschrei war in der SEO-Szene groß, nicht weil man es Simon nicht gegönnt hätte, sondern man war fassungslos, warum dies trotz Panda, Pinguin und Co. immer noch bei Google möglich ist. Schnell wurde diese Methode in die Black Hat-Ecke gestellt, das geht aber meiner Meinung nach zu weit. Geht man mal von Simons Projekten aus, würde ich das ganze eher als Crap Hat bezeichnen, denn schaut man sich die projektierten Expired-Domains an, dann sieht man, dass das nichts anderes als Müll ist. Zugegeben, Müll der funktioniert, aber eben immer noch Müll. Ich glaube wir müssen nicht darüber diskutieren, dass die Methode wie sie Simon momentan ausführt, nicht sehr nachhaltig sein dürfte. Muss sie natürlich bei SEO-Wettbewerben nicht, dass Simon sie so angeblich auch bei Kundenprojekten einsetzt, das ist wieder ein anderes Thema und kann durchaus kritisch betrachtetet werden.

Das muss aber nicht sein, deshalb bin ich auch der Meinung, dass man diesen Ansatz nicht generell verteufeln sollte. Was spricht denn dagegen, neben dem Hauptprojekt, einen weiteren (persönlicheren) Blog, Forum oder ein Fragen-Antwort Portal rund um das Thema aufzubauen. Selbst ein thematischer, streng moderierte Webkatalog kann dem Nutzer einen großen Mehrwert bieten und ist damit auch für Google unbedenklich. Da ist es dann egal, ob hinter allen Projekten lediglich eine Person steht, oder mehrere. Die einfachste Frage die man sich über das eigene neue Projekt also stellen sollte ist: Bringt die Seite irgend einen Mehrwert für den Besucher. Falls ja, dann ist ein Link davon auch in Ordnung, falls nein, braucht es davon auch keinen Link.

Ob man diese neue Projekte mit Mehrwert nun auf Expired Domains aufbaut, das muss jeder selbst entscheiden. Generell denke ich, dass man mit thematisch passende Expired Domains sich durchaus einen Vorteil gegenüber komplett neue Projekte verschaffen kann. Allerdings spielt man natürlich auch mit dem Feuer und wer nicht aufpasst und keine Ahnung hat, kann sich schnell mal verbrennen.

Um es noch einmal zusammenzufassen: Für kurzfristige Erfolge, kann man durchaus auf die Methode von Simon zurückgreifen. Meiner Meinung nach produziert man damit aber vor allem viel Müll und das muss nicht sein. Lieber neue Projekte mit Mehrwert, damit profitiert man doppelt!

Kommentare

  1. Hallo,

    ein schöner Beitrag.

    Allerdings muss ich sagen, dass Private Blog Netzwerke zwar durchaus gut funktionieren können wenn man es nicht übertreibt, gerade Anfänger sollten aber unbedingt die Finger davon lassen, weil man die Seiten so relativ schnell ins Nirvana abschießen kann.

    LG

    • WebWorker meint:

      Ich denke auch, jeder der sich ein wenig auskennt sollte durchaus seine eigene Erfahrungen machen und damit auch etwas experimentieren. Aber bitte nicht an „echten“ Projekten.

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